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Klinikum Aschaffenburg-Alzenau

 

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Corona-Erkenntnisse und Neues aus der Orthopädie

Medizinertagung im Aschaffenburger Schloss

Manches war ganz anders. Doch auch im Corona-Jahr 2020 setzten die Aschaffenburger Orthopädie- und Unfallchirurgie-Tage mit einem hochwertigen Vortragsprogramm das Signal der Leistungsfähigkeit von guter und innovativer Medizin.

Zum dritten Mal hatte Prof. Dr. Arash Moghaddam, Direktor des Zentrums für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin am Klinikum Aschaffenburg-Alzenau, zu Symposium mit Industrieausstellung geladen. Referenten kamen aus Aschaffenburg, ebenso aus Berlin, Wien, Zürich und Heidelberg, Die Kombination aus Forschung und klinischen Erfahrungen stieß auf großes Interesse der Ärzteschaft, so dass die begrenzten Plätze schnell ausgebucht waren.

Überblick: die Vorträge

Während Dr. Westhauser (Assistenzarzt Uniklinik Heidelberg) über Forschungsfortschritte rund um bioaktives Glas als möglichen Knochenersatz sprach, berichtete Prof. Moghaddam selbst über eine Studie zur Erforschung der Wirkung von Spurenelementen wie Selen und Zink auf eine Covid-19-Erkrankung. Eine bereits 2011 von einer Forschergruppe in Heidelberg, Berlin und Zürich begonnene Studie war auf das Virus SarsCoV-2 umgewidmet und auch in Aschaffenburg weitergeführt worden. „Ein ausgeglichener Selenwert bringt Menschen bei Covid-19 in eine bessere Ausgangsposition“, hieß eine Arbeitshypothese, in die auch Werte von 152 Patienten und Klinikmitarbeitern eingeflossen sind. Anderes Ergebnis: Das Auftreten von typischen Symptomen sei als Warnzeichen wichtiger als Tests.

Im praktischen Part gab Assistenzarzt Dr. Manuel Bachmann den Überblick über Herausforderungen, die im Klinikum die medizinische und pflegerische Versorgung von Covid-19-Patienten und die gleichzeitige Behandlung jeder Menge Unfallpatienten verlangten. Die Praxis beleuchteten auch die Behandlung von Oberschenkelhalsbrüchen (Leitender Oberarzt Dr. Arnold, Aschaffenburg), Fallberichte der Endoprothetik (Oberarzt Dr. Heepe, Aschaffenburg) und die Möglichkeiten der Tumorchirurgie (Prof. Dr. Lehner, Uniklinik Heidelberg). Im Bereich Wirbelsäulenchirurgie berichteten der Neurochirurg Prof. Vince (Aschaffenburg) über die Behandlung von Spinalkanalstenosen. Die Bedeutung eines ausgewogenen „sagittalen Profils“ bei Therapie von Wirbelsäulendeformationen stellte Prof. Akbar (Meoclinic Berlin) vor, während Privatdozent Betz (Uniklinik Balchrist, Zürich) über Vermeidung und Behandlung gefährlicher Infekte nach Wirbelsäulen-Operationen sprach.

Workshops und Erfahrungen bei Behandlung von Oberschenkel- und Schulterfrakturen hatten am Freitag das Symposium eröffnet. Die Industrieausstellung rundete es ab.