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Pfarrer Joachim Kunze verstärkt das Seelsorge-Team

"Angekommen in der Klinikseelsorge"

Die Verlesung der Ernennungs-Urkunde, unterzeichnet durch den Bayerischen Landesbischof, die Handauflegung und Segnung durch die Berufskollegen, gemeinsame Fürbitten, Lieder und Gebete: Mit eindrucksvollen Zeremonien wurde Pfarrer Joachim Kunze am Sonntag von Dekan Rudi Rupp in sein neues Amt als evangelischer Klinikseelsorger in sein Amt eingeführt.

„50 Prozent der Zeit, aber mehr als 100 Prozent Einsatz“, so charakterisierte der Evangelische Dekan Rupp das Engagement des 51-Jährigen, der am Sonntag nach einjähriger Vakanz die Nachfolge der evangelischen Klinikseelsorgerin Ulrike Schemann angetreten hat. Herzlich willkommen geheißen wurde er von Klinikgeschäftsleiterin Katrin Reiser, von Bürgermeisterin Jessica Euler und von Juliane Hörl, der stellvertretenden Vertrauensfrau im Kirchenvorstand der Christuskirche. Unter den zahlreichen Gästen in der Klinikkapelle und beim anschließenden Empfang waren auch Vertreter der Gemeinde und Lehrerkollegen, darunter Georg Strobel, Schulleiter der Ruth-Weiss-Realschule, an der Kunze auf einer halben Stelle weiterhin unterrichtet.

Bei aller Spannung zwischen den Aufgabenfeldern – Jugendliche und kranke, oft alte Menschen –  freute sich Klinikchefin Reiser, dass Pfarrer Kunze nun angekommen sei im Klinikum, einem Ziel, „das er sein halbes Leben lang verfolgt“ habe. Es begann mit dem Einsatz für die Göttinger Aidshilfe als junger Theologiestudent, lief über die fundierte Ausbildung zum Klinikseelsorger in den USA bis zu einer Stelle in Kahl mit dem Krankenbesuchsdienst im ehemaligen Kreiskrankenhaus Wasserlos, das heute zum Klinikum gehört. „Achten Sie auf sich“, riet Reiser, wissend um die Härte des Dienstes in einem Krankenhaus, bei dem Ärzte und Pflegekräfte Patienten körperlich vorsorgten und sehr froh seien, um die ergänzende Betreuung durch die Seelsorge.

Anhand des biblischen Motivs „Der gute Hirte“ und eigener Erlebnisse erläuterte Kunze seine Interpretation von Kliniksorge. Als Pfarrer sorge er für Patienten wie ein Hirte für seine Schafe. Doch seien Patienten nicht nur Objekt von Fürsorge. Kranke seien wertzuschätzen als „Subjekte ihres Lebens und Sterbens“. Wie Jesus, der als guter Hirte gleichzeitig zum Opferlamm wurde, gebe der Seelsorger Patienten ihre Würde zurück, indem er frage, was er für sie tun könne und indem er mit Patienten und Angehörigen die Hilflosigkeit ertrage, das Ausgeliefertsein an Krankheit, Leid und Tod. „Dafür sind wir anwiesen auf Gnade von oben.“

Beim anschließenden Empfang kam zunächst die leichte Seite des Einsatzes zum Tragen. Gute Gespräche, Begrüßungen und Häppchen aus der Klinikküche bildeten einen fröhlichen Einstand für den neuen Pfarrer. 

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