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Klinikum Aschaffenburg-Alzenau

 
Chefarzt

PD Dr. Friedrich Hubertus Schmitz-Winnenthal

Tel.: 06021 32-4001

Sprechstunde

Dienstags: 15:00 - 16:00 Uhr
Termine für die Sprechstunden vergibt das zentrale Patientenmanagement

Telefon: 06021 32-4746

Zentrumskoordination

Oberarzt Dr. Christian Kruse
Telefon: über die Zentrale Information 06021 32-0
E-Mail

Sekretariat

Sandra Halbig
Telefon: 06021 32-4001
Fax: 06021 32-4002
E-Mail

Leistungsspektrum

Folgende Leistungen bieten wir Ihnen:

Pankreassprechstunde

Äußert Ihr Hausarzt oder ein niedergelassener Facharzt den Verdacht, hat er bereits die bestätigte Diagnose einer bösartigen Bauchspeicheldrüsenerkrankung gestellt und Sie entscheiden sich für eine Behandlung in unserem Zentrum, wird ein ambulanter Termin in unserer Pankreassprechstunde vereinbart. Dabei sichtet ein erfahrener Facharzt die bereits vorhandenen Untersuchungsbefunde und veranlasst, sofern nötig, notwendige ergänzende Untersuchungen.

Durch Einweisung Ihres betreuenden niedergelassenen Arztes erhalten Sie unter der unten genannten Telefonnummer einen Sprechstundentermin, je nach Dringlichkeit.

Anmeldung und Terminvereinbarung:
Montag bis Donnerstag: 8:00 bis 16:00 Uhr
Freitag: 8:00 bis 12:00 Uhr

Telefon: 06021 32-4746

Sprechzeiten Darmsprechstunde:
Montag und Donnerstag: 14:00 bis 16:00 Uhr

Diagnostik

Folgende Untersuchungen sind vor der Operation notwendig:

  • Blutuntersuchung, einschließlich Bestimmung des Tumormarkers CEA, CA19-9
  • Sonographie (Ultraschall) des Bauches
  • Röntgenuntersuchung der Lunge, ggf. Computertomographie
  • Computertomographie des Bauches einschließlich der Leber
  • Ggf. Kernspintomographie der Bauchspeicheldrüsen- und Gallenwege (MRT/MRCP)
  • Ggf. endoskopische Darstellung der Bauchspeicheldrüsen- und Gallengänge (ERCP)
  • Ggf. Endosonographie (endoskopischer Ultraschall)

Tumorkonferenz

Die Therapieplanung für jeden Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs wird in der wöchentlichen Tumorkonferenz erstellt (Donnerstag von 14:30 bis 16 Uhr). Auf Basis der Untersuchungsbefunde diskutieren alle an der Behandlung beteiligten Fachdisziplinen und empfehlen eine Behandlungsstrategie; vertreten sind Chirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Pathologie, Radiologie und Strahlentherapie.
Die Therapieentscheidungen der Tumorkonferenz werden dokumentiert, mit jedem Patienten im Anschluss erörtert und zeitnah dem einweisenden Arzt mitgeteilt.
Die Teilnahme niedergelassener Kollegen an der Tumorkonferenz ist jederzeit möglich und gewünscht.

Operation

Operative Tumorentfernung

Die operative Therapie eines Pankreaskarzinoms (eines Bauchspeicheldrüsenkrebses) richtet sich in erster Linie nach der Lokalisation und Ausdehnung der Geschwulst. Bei Erkrankungen des Bauchspeicheldrüsenkopfes ist die Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes, des Zwölffingerdarmes, eines sehr kleinen Magenanteils sowie der Gallenblase und des Gallenganges sowie der umliegenden Lymphknoten notwendig (sog. Whipple-Operation). Das Verdauungssystem wird durch Naht von Dünndarm an Bauchspeicheldrüse, Gallengang und Magen wiederhergestellt. Sollte der Tumor eine größere Ausdehnung haben, kann auch die komplette Entfernung der Bauchspeicheldrüse notwendig sein. Bei Bauchspeicheldrüsenschwanz-Geschwulsten werden ein Teil der Bauchspeicheldrüse sowie die Milz entfernt. Sollte ein Krebs nicht entfernbar sein, besteht die Möglichkeit eines palliativen Eingriffes zur Wiederherstellung der Magendarmpassage und des Galleabflusses durch Verbindung mit dem Dünndarm.
Über den geplanten Eingriff sowie die damit verbundenen Risiken, Komplikationen und Folgezustände werden Sie in einem ausführlichen ärztlichen Aufklärungsgespräch informiert.

Operative Portanlage

Bei Patienten, die eine Chemotherapie oder eine kombinierte Radio-Chemotherapie erhalten, wird gegebenenfalls die Anlage eines Ports notwendig.
Dies ist ein unter die Haut implantierter Katheter mit einem dauerhaften Zugang zum venösen System, der eine schonende Verabreichung von Infusionen (z. B. Chemotherapeutika) ermöglicht.

Strahlentherapie

Sollte eine Strahlentherapie notwendig sein, wird diese in der Regel ambulant durchgeführt. Die Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie am Klinikum Aschaffenburg hält für Sie die modernsten Geräte in doppelter Ausführung vor. Sie und ausgefeilte Computersimulationen sorgen dafür, dass die Bestrahlung heute sicher geworden ist und weitgehend auf die Areale beschränkt bleibt, die mit der Therapie auch tatsächlich getroffen werden sollen.
Die Behandlung wird eingehend mit Ihnen besprochen und geplant.

Systemische (medikamentöse) Therapie (Chemotherapie)

Nach den Leitlinien zur Bauchspeicheldrüsenkrebsbehandlung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) kann zur Verbesserung der Prognose eine Chemotherapie empfohlen werden. Sie stärkt die Heilungsaussichten eines Patienten, behandelt in fortgeschrittenen Fällen die Symptome und kann die Lebenszeit verlängern.

In Abhängigkeit aller Befunde, unter Berücksichtigung der vorhandenen Nebenerkrankungen und des Allgemeinzustands des Patienten wird in der gemeinsamen Tumorkonferenz von Internisten, Onkologen, Chirurgen, Radiologen und Pathologen eine Empfehlung für oder gegen eine Chemotherapie getroffen. Daraus ergibt sich die Therapie, die wir anschließend mit Ihnen gemeinsam festlegen.

Unter Chemotherapie versteht man die Gabe von Medikamenten, sogenannter Zytostatika, die das Zellwachstum hemmen. Die meisten Zytostatika greifen während der Zellteilung in den Zellzyklus ein und verhindern so das Wachstum von Tumorzellen. Chemotherapie kommt in der Behandlung des Bauchspeicheldrüsenkrebses zum Einsatz, wenn Operation allein nicht ausreicht. Sie kann sowohl vor (neoadjuvant) als auch nach der Operation (adjuvant) eingesetzt werden; hierbei verbessert sie ergänzend die Heilungschancen. Auch im Falle einer Metastasierung ist der Einsatz von Chemotherapie angezeigt. Je nach Fortschritt der Erkrankung, kommt sie mit heilender (kurativer) oder mit lindernder (palliativer) Absicht zur Anwendung.

Begleitende und unterstützende Therapieangebote

Psychoonkologie am Klinikum Aschaffenburg    

Eine Krebserkrankung bedeutet immer auch eine psychische Belastung für den Patienten und dessen Angehörige. Deshalb bietet Ihnen das Pankreaskarzinomzentrum Bayerischer Untermain psychologische Hilfe an, die der speziellen Situation des Patienten und der Familie gerecht wird.

Weitere Informationen zur Psychoonkologie

Soziale Dienste

Während der Behandlung unterstützen die Sozialen Dienste Sie und Ihre Angehörigen bei Problemen, die durch die Krankheit entstanden sind und die Ihr Leben in psychischer, physischer, beruflicher und finanzieller Hinsicht beeinträchtigen können.

Sozialberatung

Behandelt werden Fragen zu Anschlussheilbehandlung, Schwerbehinderten-Angelegenheiten, Angelegenheiten mit Behörden und Kostenträger usw.. Die Mitarbeiter der Sozialberatung ermitteln gemeinsam mit den Patienten und Angehörigen den benötigten Bedarf und leiten alle notwenigen Maßnahmen in die Wege.

Weitere Informationen zur Sozialberatung

Pflegeüberleitung

Bei Pflegebedürftigkeit oder bei häuslicher Krankenpflege beraten Sie die Mitarbeiter der Pflegeüberleitung u. a. zu Möglichkeiten und Grenzen häuslicher Versorgung. Sie unterstützen in der Beschaffung von entlassungsrelevanten Hilfsmitteln, der Vermittlung unterstützender Dienste, Dauerpflege / Kurzzeitpflege, bei der Suche nach einem geeignetem Pflegeplatz etc.

Weitere Informationen zur Pflegeüberleitung

Physikalische Therapie am Klinikum Aschaffenburg

Nach Operationen bei Darmkrebserkrankungen können aus krankengymnastischer Sicht spezielle Bewegungsübungen und Atemgymnastik/-therapie von Bedeutung sein, angeboten von der Physikalischen Therapie des Klinikums.

Weitere Informationen zur Physiotherapie

Selbsthilfegruppen

Wenn Sie anfänglich Schwierigkeiten haben, selbst mit engsten Angehörigen oder Freunden über Ihren Bauchspeicheldrüsenkrebs zu sprechen, mag es von Vorteil sein, sich bei anderen Betroffenen zu informieren. Selbsthilfegruppen bieten die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen, Hemmungen zu überwinden, Kontakte zu knüpfen und sich aus der sozialen Isolation zu befreien. Weiterhin bieten die Selbsthilfegruppen eine Reihe guter Informationsmaterialen an.

Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V. (AdP)
Haus der Krebsselbsthilfe
Thomas Mann Str. 40
53111 Bonn
Telefon: 0228 33889-251 od. 252
Telefax: 0228 33889-253
E-Mail
www.adp-bonn.de

Regionalgruppe adp
komm. Ute Old
Frankenstraße 36
63867 Johannesberg
Tel.: 06029 996166
E-Mail


Tumore und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse e. V. Selbsthilfe (TEB)
Bundes- und Landesgeschäftsstelle
Ruhrstr. 10/1
71636 Ludwigsburg
Telefon: 07141 9563636
Telefax: 07141 9563637
E-Mail
www.teb-selbsthilfe.de

Studienteilnahme

In der Krebstherapie werden mit Hilfe von Studien neue Therapie- und Diagnosemöglichkeiten entwickelt. Deren Ziel ist es, die Therapie bei Krebs stetig zu verbessern. Sowohl im Pankreaskarzinomzentrum Bayerischer Untermain am Klinikum Aschaffenburg-Alzenau wie auch über die niedergelassenen Kooperationspartner wird Patienten die Teilnahme an verschiedenen Studien angeboten.

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