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Klinikum Aschaffenburg-Alzenau

 
Oberarzt

Dr. med. Christian Kruse

Leiter Hernienzentrum Klinikum Aschaffenburg Facharzt für Chirurgie; Viszeralchirurgie und Notfallmedizin

Zentrumskoordination

Dr. med. Cornelia Quack
E-Mail

Telefon: 06021 32-0
Fax: 06021 32-4002

Vorstationäre Herniensprechstunde

Erwachsene

Montag: 14:00 bis 16:00 Uhr (komplexe Hernien)
Donnerstag: 13:00 bis 15:00 Uhr (Leisten-, Nabelhernien)

Terminvereinbarung
Alexandra Kirsch-Nolte
Telefon: 06021 32-0

Kinder

Mittwoch: ab 13:00 Uhr

Terminvereinbarung
Montag bis Freitag
8:00 bis 11:30 Uhr
Telefon: 06021 32-3695

Leistungsspektrum

Diese Leistungen bieten wir Ihnen an:

Leistenbrüche

Bei den sogenannten Leistenbrüchen handelt es sich um eine Vorwölbung von Bauchfell, Fettgewebe und auch Bauchinhalt durch den Leistenkanal. Im Leistenkanal ziehen beim Mann Samenleiter und Blutgefäße zum Hoden, bei der Frau ein Gebärmutterband nach außen. Männer sind von Leistenbrüchen ca. 4 mal häufiger betroffen.

Leistenbrüche sind in der Regel durch eine Vorwölbung gekennzeichnet. Sie geht gelegentlich mit ziehenden, stechenden Schmerzen einher und nimmt meist langsam an Größe zu. Wenn sich Bauchinhalt in diesem Bruch einklemmt (z.B. Darm), treten deutliche Schmerzen auf, die Vorwölbung lässt sich nicht zurückdrücken und eine Notfalloperation wird notwendig.
Um solche Komplikationen erst gar nicht entstehen zu lassen, sollten Hernien im Allgemeinen möglichst bald nach der Diagnosestellung operativ versorgt werden.

Hierzu stehen unterschiedliche Operationsverfahren zur Verfügung. 

  • Bei jüngeren Erwachsenen bieten wir das offene Operationsverfahren nach Shouldice mit Nahtverstärkung der Leistenkanalwand an. Hierbei wird auf die Anwendung eines Kunststoffnetzes verzichtet. 
  • Älteren Erwachsenen wird die Stabilisierung der geschwächten Leistenregion durch ein Kunststoffnetz empfohlen. Diese kann sowohl durch die offenen Operationstechniken nach Lichtenstein über einen Hautschnitt, oder als minimalinvasives “Schlüssellochverfahren“ über eine Bauchspiegelung (TAPP) erfolgen.

Schenkelbrüche

Schenkelbruch ist ein Eingeweidebruch, bei dem Organteile nach außen in einen sogenannten Bruchsack drängen.

Nabelbrüche / epigastrische Brüche

Bei Nabelbrüchen, auch epigastrische Brüche genannt, handelt es sich um eine Vorwölbung von Bauchfell, Fettgewebe und von auch Bauchinhalt durch eine Lücke am Nabel oder im Bereich der Mittellinie der Bauchwand (Linea alba) des Oberbauches.

Ein Bruch ist in der Regel durch eine Vorwölbung gekennzeichnet. Sie geht  gelegentlich mit Schmerzen einher und nimmt meist langsam an Größe zu. Wenn Bauchinhalt in diesem Bruch einklemmt (z.B. Darm), treten deutliche Schmerzen auf und eine Notfalloperation wird notwendig.

Um solche Komplikationen erst gar nicht entstehen zu lassen, sollten Hernien im Allgemeinen möglichst bald nach der Diagnosestellung operativ versorgt werden.

Hierzu stehen unterschiedliche Operationsverfahren zur Verfügung. Der unkomplizierte kleine Bruch (bis ca. 2 Zentimeter Durchmesser) kann mit einer chirurgischen Naht verschlossen werden. Größere Brüche benötigen zur Stabilisierung der entstehenden Narbe die Anwendung von flexiblen, gut verträglichen Kunststoffnetzen. Diese werden entweder durch einen offenen Zugang mit Hautschnitt in die Schichten der Bauchwand eingebracht (sog. sublay Technik) oder im Rahmen einer Bauchspiegelung von innen über die Bruchlücke ausgebreitet (sog. laparoskopische IPOM Technik). 

Narbenbrüche

Bei Bauchwandbrüchen im Bereich einer Narbe nach Bauchoperation (Narbenbruch) handelt es sich um eine Vorwölbung von Bauchfell, Fettgewebe und auch Bauchinhalt durch die geschwächte Narbe der Bauchwand. Narbenhernien treten bei ca. 10 Prozent aller Bauchoperationen auf und sind damit eine der häufigeren Komplikationen. Neben Bindegewebsschwäche spielen bei der Entstehung von Hernien ein erhöhter Druck im Inneren des Bauches, z.B. durch chronisches Husten oder anstrengendes Pressen beim Stuhlgang eine Rolle. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, Übergewicht und Wundheilungsstörungen nach Operationen.

Kommt es zu einer Hernie, kann sich eine von außen sicht- und tastbare, gelegentlich auch schmerzhafte Vorwölbung bilden.

Eine Narbenhernie heilt niemals von allein. Wird die Hernie nicht operiert, erweitert sich die Bruchstelle und es kann zu Einklemmungen von z.B. Darmschlingen kommen. Dann ist eine Notfalloperation erforderlich. Um solche Komplikationen erst gar nicht entstehen zu lassen, sollten Narbenhernien bald nach dem Auftreten operativ versorgt werden.

Zur Therapie ist die Anwendung von flexiblen, gut verträglichen Kunststoffnetzen zur Stabilisierung der Bauchwand notwendig. Diese werden entweder durch einen offenen Zugang mit Hautschnitt in die Schichten der Bauchwand eingebracht (sog. sublay Technik) oder im Rahmen einer Bauchspiegelung von innen über die Bruchlücke ausgebreitet (sog. laparoskopische IPOM Technik).

Parastomale Brüche

Eine besondere Form der Narbenhernie, die neben einem Stoma (künstlicher Darmausgang) auftritt.

Kindliche Bauchwandbrüche

Nabel

Bei kindlichen Nabelbrüchen besteht eine Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke der Bauchwand. Durch diese Lücke wurde das Kind während seiner Entwicklung im Mutterleib über die Nabelschnurgefäße ernährt und mit Sauerstoff versorgt. In der Regel verschließen sich die Bauchwandlücken nach der Geburt, wenn die Nabelschnur abgefallen ist. Bei manchen Kindern dauert dieser Vorgang länger. Da Nabelbrüche selten einklemmen, kann zugewartet werden. Hat sich der Nabelbruch bis zum zweiten Lebensjahr nicht geschlossen, ist ein Spontanverschluss nicht mehr zu erwarten. Da die entstehende Vorwölbung jedoch an Größe zunehmen kann empfehlen wir einen Bruchlückenverschluss nach dem 6. Lebensmonat.
Bei Bauchwandbrüchen oberhalb des Nabels (supraumbilikaler / epigastrischer Bruch) handelt es sich um Lücken in der Mittellinie der Bauchwand (Linea alba). Diese verschließen sich in der Regel nicht von allein und können gelegentlich schmerzhaft einklemmen.
Zur Therapie beider Bruchformen ist ein Eingriff notwendig, bei dem über einen kleinen Schnitt die Bruchlücke durch eine Naht verschlossen wird. Dieser Eingriff erfolgt in der Regel in Vollnarkose in Kombination mit einer lokalen Betäubung zur besseren Schmerztherapie.

Leiste

Bei kindlichen Leistenbrüchen hat sich eine Ausstülpung des Bauchfells in den Leistenkanal (sog. Bruchsack) nicht spontan verschlossen. Da bei Jungen der Hoden durch den Leistenkanal wandert und einen Teil des Bauchfells als Hülle mit sich nimmt, sind Jungen häufiger betroffen. Bei Mädchen verläuft das Mutterband, ein dünner Bindegewebsstrang im Leistenkanal. Leistenbrüche sind in der Regel durch eine Vorwölbung gekennzeichnet; sie tritt insbesondere beim Pressen, Schreien oder Husten auf.
Wenn Bauchinhalt in diesem Bruch einklemmt (z.B. Darm, Eierstock) löst das deutliche Schmerzen aus. Die Vorwölbung lässt sich nicht zurückdrücken und eine Notfalloperation wird notwendig, da Durchblutungsstörungen der eingeklemmten Organe drohen.
Um solche Komplikationen erst gar nicht entstehen zu lassen, sollten Leistenbrüche möglichst bald nach der Diagnosestellung operativ versorgt werden.
Hierzu ist ein Eingriff notwendig, bei dem über einen kleinen Schnitt in der Leiste der Bruchsack durch eine Naht verschlossen wird. Dieser Eingriff erfolgt in der Regel in Vollnarkose in Kombination mit einer lokalen oder regionalen Betäubung zur besseren Schmerztherapie.
Über Risiken und Komplikationen werden Sie durch das Team des Hernienzentrums Klinikum Aschaffenburg ausführlich informiert.
In der Regel ist die Behandlung ambulant möglich. Das heißt: Nach einer kurzen Überwachungszeit in der Kinderklinik können Sie Ihr Kind nach mit nach Hause nehmen. Kinder unter einem Jahr werden sicherheitshalber eine Nacht in der Kinderklinik überwacht.

Vorstationäre Sprechstunde des Kinderchirurgen

Mittwoch: ab 12:00 Uhr

Terminvereinbarung über Fr. Saur oder Fr. Fresow Telefon 06021 32-3601

Zur Vorstellung in der kinderchirurgischen Sprechstunde ist eine Überweisung vom Kinderarzt notwendig. Weiterhin sollten Sie folgende Unterlagen mitbringen: 

  • Versichertenkarte
  • Allergiepass
  • Medikamentenliste
  • Vorsorgeuntersuchungsheft (U1-U9)

In der Sprechstunde erfolgt die Untersuchung des Kindes durch den Kinderchirurgen und ein ausführliches Informationsgespräch.

Qualitätssicherung durch externe Herniamed®-Qualitätssicherungsstudie

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