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Klinikum Aschaffenburg-Alzenau

 

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Schaffung der Medizinischen Kooperationsgesellschaft Mainkliniken GmbH

Gemeinsame Pressemitteilung des Klinikums Hanau und des Klinikums Aschaffenburg-Alzenau

Das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau und das Klinikum Hanau gehen auf dem Weg zur gemeinsamen, länderübergreifenden Zusammenarbeit einen weiteren Schritt voran. Beabsichtigt ist eine „Medizinische Kooperationsgesellschaft Mainkliniken GmbH“, welche noch von diesem Jahr an die weitere Konzepterstellung steuern soll. Für den Landkreis Aschaffenburg sowie die Städte Aschaffenburg und Hanau als Klinikträger stellten Landrat Dr. Ulrich Reuter sowie die Oberbürgermeister Klaus Herzog und Claus Kaminsky in Hanau den Gesellschaftsvertrag vor, dem die politischen Gremien der drei Gebietskörperschaften noch zustimmen müssen.

In einer Pressekonferenz waren sich die drei politisch Verantwortlichen einig: „Wir zeigen, dass wir als kommunale Krankenhausträger den Patientinnen und Patienten in Frankfurt, dem östlichen Rhein-Main-Gebiet und am bayerischen Untermain ein medizinisch hervorragendes, wohnortnahes, wirtschaftliches sowie demokratisch kontrolliertes und legitimiertes Versorgungsangebot bieten.“ Nach dem Verabschieden eines „Letters of Intent“ im Sommer 2013 und dem Erarbeiten und Weiterentwickeln eines medizinischen Regionalkonzepts in der Zeit danach sei die jetzt zu gründende Medizinische Kooperationsgesellschaft ein „deutliches Signal, dass unsere gemeinsame Identität stetig wächst“. Das Bundeskartellamt muss die beabsichtigte Kooperations-GmbH genehmigen; dem blicken die Klinikeigner in Aschaffenburg und Hanau zuversichtlich entgegen.

Der vorgestellte Vertrag beschreibt als Ziel der befristet zu gründenden Kooperations-GmbH, „die Entwicklung einer gesellschaftsrechtlichen Verflechtung der Krankenhausbetreiber zu befördern“. Zudem geht es ihr darum, die medizinische Versorgung der Bevölkerung in ihrem Einzugsgebiet zu verbessern. Der Vertrag beschreibt als weiteren Zweck „Einführung und Ausbau von gesellschaftsübergreifenden Organisationsformen, die der Steigerung von Qualität und Wirtschaftlichkeit dienen“ und die „zur Hebung von Synergien führen sollen“.

Ihren Sitz hat die Gesellschaft in Alzenau, ihren Arbeitsauftrag bestreiten wenige, bereits in den Kliniken wirkende Beschäftigte. Sie ist beratend tätig und erbringt selbst keine medizinischen Leistungen.

Auf einen Aufsichtsrat verzichten die drei Klinikträger. Stattdessen soll es neben Geschäftsführung und Gesellschafterversammlung einen Kooperationsbeirat geben, der die Geschäftsführung berät. Dem Beirat gehören die Aufsichtsratsmitglieder des Klinikums Hanau an sowie die Mitglieder der Verbandsversammlung des Krankenhaus-Zweckverbands Aschaffenburg-Alzenau, ebenso jeweils zwei Personal- beziehungsweise Betriebsratsmitglieder der Kliniken Hanau und Aschaffenburg-Alzenau. Den Beiratsvorsitz übernehmen im jährlichen Wechsel der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums Hanau und der Verbandsvorsitzende des Krankenhaus-Zweckverbands Aschaffenburg-Alzenau.

Die drei beteiligten Krankenhäuser bieten das breite Spektrum bestehend aus Grund- und Regelversorgung, regionaler Schwerpunktversorgung und auch der Maximalversorgung an. Das medizinische Regionalkonzept stellt sicher, dass an allen Standorten die bestehenden Fachabteilungsstrukturen erhalten bleiben. Patienten müssen nicht befürchten, durch Zentralisierung von Bereichen zukünftig längere Wege in Kauf nehmen oder auf wertgeschätzte Strukturen und Ärzte verzichten zu müssen.

Katrin Reiser, Monika Thiex-Kreye, Dr. med. André Michel

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