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Klinikum Aschaffenburg-Alzenau

 
Chefarzt

PD Dr. med. Sebastian Rogenhofer

Facharzt für Urologie, Kinderurologie und Andrologie

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In der Klinik für Urologie und Kinderurologie wird ein fachspezifischer urologischer Anwesenheitsdienst vorgehalten, unterstützt von einem oberärztlichen Rufbereitschaftsdienst.

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Damit Musulmon gesund wird...

Kinderurologie und Kinderklinik helfen erneut gemeinsam

Koffer und Taschen sind gepackt, nach zwei Monaten Aufenthalt verlässt Musulmon, 4 Jahre, die Kinderklinik. Hinter ihm liegt eine schwere urologische Operation. Über die Außenstelle Sommerkahl und die Hauptniederlassung Oberhausen der Kinderhilfsorganisation Friedensdorf International wird Musulmon Anfang des kommenden Jahres zu seiner Familie in Usbekistan zurückkehren.

Vorgenommen wurde ein Eingriff, der im Heimatland nicht möglich und zudem unbezahlbar gewesen wäre. Die Blase des Jungen lag außerhalb des Körpers. Die Folgen: eingeschränkte Bewegungsfähigkeit, ständiger Harnverlust und dauernde Infektionsgefahr. Über eine komplizierte Operation wurde die Blase ins Körperinnere verlegt und das knöcherne Becken neu aufgebaut. Den Eingriff nahmen der Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, Privatdozent Dr. Sebastian Rogenhofer, und die Kinderurologin Prof. Dr. Anne-Karoline Ebert von der Universitätsklinik Ulm vor. Die ärztliche Betreuung nach der Operation lag in Händen der Kinderklinik, hier vertreten durch die Leitende Oberärztin Katja Moser.

Als Musulmon die Kinderklinik verlässt, hat lange er Wochen des Stillliegens, schließlich die Rollstuhlphase, hinter sich. Pflegekräfte,  Erzieherinnen und ehrenamtliche Helfer haben ihn mitbetreut, der aufgeweckte Junge hat gut Deutsch gelernt. Nun freut er sich, unbelastet wieder laufen zu können. 

In den 50 Jahren ihres Bestehens hat die Hilfsorganisation Friedensdorf International rund 1500 Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten nach Deutschland geholt, wo sie in geeigneten Krankenhäusern Eingriffe erhalten, die im Geburtsland nicht hätten gemacht werden können. Nach der Rückkehr übernimmt Friedensdorf die Versorgung mit Medikamenten, überwacht die Fortschritte vor Ort und wird auch dafür sorgen, dass Musulmon in vier bis fünf Jahren zu einer Nachoperation erneut nach Deutschland kommt. Dann sollte er endgültig gesundet sein und ein unbelastetes Leben führen können.

Das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau gehört zu den Partnern der Hilfsorganisation. Dafür bedankte sich Mitarbeiterin Natalie Witté mit einer Urkunde.