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Klinikum Aschaffenburg-Alzenau

 

Harte Zeit und große Freude

Klinikum feiert Bauabschluss nach fünf Jahren Bauzeit

Auf die Feierstunde folgt eine fröhliche Party für Mitarbeiter und Gäste.  So feiert das Klinikum in Aschaffenburg am heutigen Montag den Abschluss seiner fünf Jahre dauernden großen Baumaßnahmen. „Wir freuen uns, dass diese harte Zeit hinter uns liegt. Unser Dank gilt allen, die uns unterstützt haben“, sagt Klinik-Geschäftsleiterin Katrin Reiser erleichtert. 

Die Anstrengung hat sich gelohnt. Neue Intensiv- und Intermediate-Care-Stationen im ganzen Haus mit Verdoppelung der Bettenzahl auf 64, eine interdiziplinäre Zentrale Notaufnahme, die auch großen Patientenzuspruch bewältigt, eine Pathologie nach modernsten Anforderungen und eine elegante Eingangshalle: Das ist die stolze Bilanz nach fünf Jahren Bauzeit.

Seit dem ersten Spatenstich im Dezember 2009 und dem eigentlichen Baubeginn im Frühjahr 2010 hatten Bauarbeiten mit Lärm, Staub und Einschränkungen den Alltag im Klinikum bestimmt. Nötig waren der Um- und Ausbau, um in dem Gebäude aus dem Jahr 1989 Engpässe im Bereich der Intensivstationen infolge stetig gestiegener Patientenzahlen zu beseitigen. Auch die Notaufnahme musste heutigen Anforderungen angepasst werden.

Das ist gelungen.

Auf einer Nutzfläche von fast 4000 Quadratmetern – also der Größe eines kleinen Fußballfeldes – wurde gebaut, erweitert und modernisiert. Neu entstanden ist in direkter Nähe zu den drei Intensivstationen eine 28-Betten-Station zur „Zwischenpflege“, genannt Intermediate Care-Station. Sie nimmt Patienten auf, die nicht mehr beatmet, aber intensiver überwacht werden müssen, als das auf normalen Bettenstationen möglich ist. Diese differenzierte patientenangepasste Versorgung dient gleichzeitig der Entlastung der Intensivstationen.

Bei der Neugestaltung der Zentralen Notaufnahme, Gesamtfläche 1150 Quadratmeter,  wurden nicht nur zwei Schockräume und zwei Eingriffsräume vorgesehen, sondern ebenso 12 Aufnahmebetten für nächtlich eingelieferte Notfall-Patienten. Sie werden in der Notaufnahme versorgt und erst am nächsten Morgen entlassen oder auf die Normalstation verlegt – auch das kommt direkt den Patienten zugute und vereinfacht die Abläufe im Klinikum.

Deutlich sichtbar wurde dieser verbesserte Workflow auch in der neuen Pathologie. Die Anordnung der auf 700 Quadratmeter verdoppelten Räumlichkeiten erlaubt einen organischen Arbeitsablauf.

Bei der Bauabschlussfeier gratulierte Justizminister Prof. Winfried Bausback in Vertretung von Ministerpräsident Horst Seehofer zum gelungenen Abschluss der Bauprojekte. Auch die beiden Zweckverbandsvorsitzenden Landrat Dr. Ulrich Reuter und Oberbürgermeister Klaus Herzog freuten sich über das Ergebnis. Die Dekan der beiden Kirchen segneten die Räume und stellen Arbeit und Menschen symbolisch unter Gottes Schutz.

Nach dem offiziellen Teil der Feier nutzen viele Gäste die Gelegenheit, geführt von den Chefärzten, die neu gebauten Einrichtungen zu besichtigen. Auch das Gratis-Mittagessen für Gäste und Mitarbeiter und die Party-Musik von Klinik-Mitarbeiter und Soul-Sänger Guy Parker mit Band stießen auf Begeisterung. 

Die Baukosten betragen nach aktuellem Stand rund 32 Millionen Euro. Die staatliche Förderzusage beläuft sich auf 14,3 Millionen Euro. 9,5 Millionen Euro übernehmen die Stadt und der Landkreis Aschaffenburg als Träger des Klinikums. Die offene Summe muss aus Eigenmitteln erwirtschaftet werden. Zu den großen Baumaßnahmen kommt zusätzlich die umfassende Modernisierung der dritten Intensivstation mit rund 2,6 Millionen Baukosten; sie wird mit 0,7 Millionen Euro au dem Kontingent Hygiene gefördert wird.

Besonderheiten: Die vorgenommenen Um- und Ausbauten waren komplex. Sie erfolgten bei laufendem Klinikbetrieb und in den sensibelsten Bereichen. Aufgrund der Dringlichkeit war die Vorlaufzeit von einem Jahr extrem kurz. 54 Firmen waren am Bau beteiligt; drei Firmen mussten während der Bauzeit Insolvenz anmelden.

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