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Klinikum Aschaffenburg-Alzenau

 

Modernster OP-Saal in Betrieb

Neuartige Lüftungstechnik für verbesserte OP-Hygiene im Krankenhaus Alzenau

Mit Freude und Stolz begrüßen die Geschäftsleiterin des Klinikums Aschaffenburg- Alzenau, Frau Katrin Reiser, und Herr Martin Kohl, Verwaltungsleiter im Standort Alzenau, die Inbetriebnahme des neuen OP-Saales 3 im Krankenhaus Alzenau: „Damit arbeiten unsere Ärzte im modernsten OP-Saal des weiteren Umkreises.“ Der OP-Saal ist seit Montag, 16. März, im Einsatz. Auch das OP-Modul mit ähnlicher Technik-Ausstattung wird seit diesem Tag genutzt.

„Der Operateur arbeitet unter einer Kuppel aus Steril-Luft“, erklärt David Hock, Sachgebietsleiter Technik im Krankenhaus Alzenau. Die über Hochleistungsfilter sterilisierte Luft ströme im Überdrucksystem ständig auf das OP-Feld, von da in den Raum, wo sie abgesaugt und nach außen geleitet wird.

„Hier wurde modernste Raumlufttechnik umgesetzt“, bestätigt Prof. Dr. Burkhard Wille aus Gießen. Der Hygienearzt leitet das Hygieneinstitut Bionovis in Gießen und hat die OP-Sanierung in Alzenau seit Oktober 2013 begleitet. Prof. Wille erkennt deutliche Fortschritte zum vorherigen Status sowohl für Mitarbeiter, die in angenehmem Raumklima arbeiten, als auch für Patienten.

Dank der laminaren (= gleichmäßigen) Strömung herrschen optimale Hygienebedingungen.

Dieses „Laminar Air Flow-System“ wurde als hygienetechnische Maßnahme für das Krankenhaus mit 1,4 Millionen Euro staatlich gefördert und zwar im Rahmen der Brandschutzsanierung, die für die drei fast 30 Jahre alten Operationssäle ohnehin angestanden hatte, so Verwaltungsleiter Martin Kohl.

Neben der neuartigen Lüftungstechnik umfasst die Sanierung auch fugenlos glatte und deshalb leicht zu desinfizierende Wände sowie eine Deckenschiene, die Platz bietet für alle Anschlüsse von Strom, medizinischen Gasen und sonstiger Medizintechnik. So werden Stolperfallen durch Kabel am Boden vermieden. Kein Anschluss kommt aus der Wand, was die Reinhaltung erleichtert und die Hygiene verbessert. Weitere Arbeitsvorteile und zusätzlich mehr Platz bieten neue Schränke und ein neu eingerichtetes Sterilgutlager direkt am OP-Saal. 

„Der OP-Saal erfüllt höchste Hygieneansprüche und ist besonders für das Einsetzen von künstlichen Gelenken und für die große Bauchchirurgie geeignet“, sagen die beiden Chefärzte der Alzenauer Chirurgie, Dr. Hanns-Jörg Mappes, Allgemein- und Viszeralchirurgie, und Dr. Wolfgang Röder, Unfall- und Gelenkchirurgie. Auch das großzügige Raumangebot mit viel Platz für die anästhesiologischen Kollegen begeistert.   

Neben den Chirurgen nutzen auch Gynäkologen und Neurochirurgen die OP-Säle im Krankenhaus Alzenau.

Im zweiten Bauabschnitt erhalten die OP-Säle 1 und 2 eine identische Hochwert-Ausstattung. Um auch während der bis Jahresende 2015 kalkulierten Umbauzeit für die beiden OP-Säle in gleichem Umfang weiterarbeiten zu können, wurde im Februar am Eingang zu Notaufnahme ein mobiles OP-Modul aufgestellt. Auch dieses ist mit der neuen Belüftungstechnik ausgestattet. „Somit stehen den Ärzten in Wasserlos auch während des Umbaus ausreichend OP-Kapazitäten zur Verfügung“, betont Geschäftsleiterin Katrin Reiser.

lh 

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