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Klinikum Aschaffenburg-Alzenau

 

Geschichte des Standorts Aschaffenburg

Ein Rückblick auf fast 200 Jahre. 

Vorläuferbau und Umzug an den Hasenkopf

Lange Zeit bildeten die Städtischen Krankenanstalten in der Lamprechtstraße das Zentrum der medizinischen Versorgung in Aschaffenburg. Das im Jahr 1824 errichtete Gebäude beherbergte zuletzt 520 Patientenbetten verschiedener Fachrichtungen, darunter Frauenklinik, Chirurgie und HNO-Abteilung.

Eine neue Ära brach an, als im Oktober 1989 das Krankenhaus von der Innenstadt umzog an den Stadtrand. Das neu gebaute Klinikum am Hasenkopf lag damit in direkter Nachbarschaft der seit 1962 dort bestehenden Kinderklinik.

Der Eröffnung war eine fast 20-jährige Vorgeschichte vorausgegangen. Schon im September 1970 hatten der Aschaffenburger Stadtrat und Vertreter des Landkreises den Ausbau des alten Hauses Lamprechtstraße verworfen und sich für den Neubau am Hasenkopf entschieden. Im Jahr 1979 wurde ein Krankenhauszweckverband gegründet. Er lobte einen Architektenwettbewerb aus, dessen Preisträger, das Architekturbüro Steffen & Peter, Frankfurt, den Planungsauftrag für das 300-Millionen-DM-Projekt erhielt.

Nach dem ersten Spatenstich am 6. Oktober 1983 im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Franz Joseph Strauß, nach der Grundsteinlegung  am 16. November 1984 und dem Richtfest am 23. Oktober 1985 wurden am 1. Oktober 1989 die ersten  200 Patienten aus dem alten Krankenhaus in das neue Klinikum umgezogen.

Das Haus umfasste sieben Kliniken und Institute, nämlich Anästhesiologie, Allgemein- und Unfallchirurgie, Innere Medizin/Labor, Frauenklinik, Kinderklinik, Pathologie und Radiologie.

Spezialisierungen

Dem Einzug folgte bald eine Reihe strategischer Spezialisierungen. So teilte sich im Jahr 1993 der Bereich Innere Medizin/Labor in drei Bereiche. Neu entstanden die Medizinische Klinik I, zuständig für Kardiologie und Pulmologie, die Medizinische Klinik II, zuständig für Gastroenterologie und Onkologie, und das Zentrallabor. 1994 spezialisierte sich auch die Chirurgie auf Allgemein-, Viszeral und Gefäßchirurgie, heute Chirurgische Klinik I, sowie auf Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, heute Chirurgische Klinik II.
Neu eingerichtet wurde im Jahr 1993 die Klinik für Urologie. 1994 folgte die Klinik für Neurologie, 1996 die Klinik für Neurochirurgie und schließlich 2003 die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Jüngster Zuwachs war die Klinik für Palliativmedizin im Jahr 2007.
Die Abteilung Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin wurde 2006 als eigenständiger Teil der Kinderklinik etabliert, die Abteilung Rhythmologie spaltete sich 2007 als Teil der Medizinischen Klinik I ab. Seit dem Jahr 2011 werden ältere mehrfacherkrankte Menschen in der Abteilung für Akutgeriatrie und Geriatrische Frührehabilitation versorgt; sie ist aus der Klinik für Neurologie erwachsen.

Mit der Zertifizierung des Darmzentrums im Jahr 2008 und 2009 mit der Eröffnung des Medizinischen Versorgungszentrums (Bereiche Pathologie und Neurochirurgie) begann erfolgreich die Bildung medizinischer Zentren am Klinikum. Heute gibt es eine wachsende Zahl von Zentren, darunter die Organzentren unter dem Dach eines zertifizierten Onkologischen Zentrums zusammengeschlossen. Die Chirurgische Klinik II bildet als Teil des Traumanetzwerks ein überregionales Traumazentrum.

Eine Erfolgsgeschichte ist auch das Perinatalzentrum, das die Geburtshilfe der Frauenklinik und die Neonatologie der Kinderklinik gemeinsam betreiben. Der Level 1-Status konnte nach den jüngst erhöhten Anforderungen erhalten werden.

Rege Bautätigkeiten

Die Erweiterung des medizinischen Spektrums verlangte nach ständigen Erweiterungen. Heute logieren die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Klinik-Schule und die Klinik für Palliativmedizin in eigens errichteten Bauten. Für das MVZ wurde das Technik-Gebäude umgestaltet.

Im Haupthaus wurden bis 2015 Pathologie, Intensivstationen, Zentrale Notaufnahme und die Eingangshalle des Klinikums auf neuesten Stand gebracht. Ein Anbau beherbergt die Anlage zur Wärme- und Dampferzeugung mit Blockheizkraftwerk. 

 

 

 

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